KÄTHE-KOLLWITZ-GYMNASIUM WESSELING

Ich höre...Wesseling

Lion Isaku - Ich höre Wesseling


Ich höre Wesseling, meine Augen geschlossen.
Die Stadt, die ich kenne wie kaum einer.
Die Stadt, wo die Luft nach Industrie riecht.
Die Stadt, in der ich mich Zuhause fühle.  
Ich höre Wesseling meine Augen geschlossen.
 
Ich höre Wesseling, meine Augen geschlossen.
Zuerst höre ich nichts,
doch dann ertönt ein Knall.  
Laut wie ein Kanonenschuss.
Ich höre Wesseling, meine Augen geschlossen.
 
Ich höre Wesseling, meine Augen geschlossen.
Es ertönen Sirenen,
die denen der Polizei ähneln.
Voller Neugier höre ich hin und frage mich,
„Was ist passiert?“.
Ich höre Wesseling, meine Augen geschlossen.
 
Ich höre Wesseling, meine Augen geschlossen,
aber nicht mehr lange.  
Ich öffne sie und realisiere,
dass alles nur ein Traum war.
Ich sehe Wesseling, meine Augen geöffnet.

 

Freya Burwinkel - Ich höre Helgoland


Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.
Zuerst weht ein leichter Wind,
Leicht bewegen sich
Die Gräser auf den Dünen.
Nah, ganz nah
Pausenlos das Mähen der Schafe.
Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.

Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.
In der Höhe die Schreie der Möwen,
Die in Scharen fliegen.
Die Fischernetze werden eingezogen,
Beobachtet von den Seehunden im Wasser.
Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.

Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.
Die flache Landschaft hier oben,
Schaue ich runter auf die Hummerbuden.
Die Promenade voll Möwen,
Die auf unachtsame Menschen hoffen.
Im Nordwind der Geruch von Meer.
Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.

Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.
Im Nacken das Licht des Leuchtturms.
Die Gaststätten füllen sich,
Ich stehe draußen und genieße den Wind.
Ich höre Helgoland, meine Augen geschlossen.

 

Kathy Dahmen - Ich höre den Stall

Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.
Zuerst weht eine leichte Brise
Entspannt bewegen sich
Die Gräser auf den Weiden.
Um mich herum, weit um mich herum.
Pausenlos das Zwitschern der Vögel in den Bäumen.
Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.

Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.
In der Tiefe das Schmatzen der Pferde,
die ruhig grasen.
Die langen Litzen1 werden zugezogen,
die Hufe eines Pferdes schlagen auf den Sand.
Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.

Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.
Das warme Gras,
Grillen mit dem Zirpen ihrer Artgenossen
Die Bäume voll verschiedener Vögel
Das Gebrumme der Insekten
Im Sommerwind der Geruch von Freiheit.
Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.

Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.
Im Kopf das Erlebnis vergangener Ausritte.
Eine Weide mit kühlen Unterständen,
das Schnauben der Pferde legt sich.
Ich höre den Stall, meine Augen geschlossen.
 
1 Anm. d. Verf.: Litzen sind Zaunbänder für Weiden.

 

Ben Kayser - Ich höre Köln

Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
Die Straßenmusik im leichten Wind,
Und die vielen Menschen, die sich bewegen.
In der Ferne das laute Rauschen
Der Züge vom Bahnhof her.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.

Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
Das Geschrei der Kinder,
Lachender Kinder,
Die auf dem Spielplatz sind.
Die Enten, die leise am Rheinufer
Herumschwimmen und schnattern.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.

Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
Die Eisenbahnschienen und Autos.
Im Stadion laut grölend
Die Fans, die ihrer Mannschaft zujubeln
Und das Treiben auf den Rängen.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.

Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
Die Kirchenglocke, die zwölf Uhr schlägt.
Viele Menschen, lauter Lärm, doch
In der Ferne die leisen Sirenen
Der Feuerwehr und des Krankenwagens.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.

 

Chiara Klandt: Schnee in der Nacht

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

Es weht kein Wind,

alles steht still.

Die Zeit wie angehalten.

Man hört vereinzelte Autos,

doch sonst nichts.

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

 

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

Es ist dunkel, es ist Nacht.

Kein Mensch ist mehr draußen.

Die letzten drei Straßenlaternen leuchten.

In keinem Haus ein Licht an.

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

 

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

Ich ganz alleine

in dieser kühlen, stillen Nacht.

Überall Glitzern, die Nacht wirkt hell.

In der Ferne die wunderschöne Landschaft,

erhellt vom weißen Glitzern.

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

 

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

Die Kälte der Nacht fühlt sich erfrischend an.

In dieser weiß glitzernden Nacht,

da fühl ich mich geborgen.

Ich sitze am Fenster, meine Augen geschlossen.

Nina Schendo - Ich höre Deutschland

Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen
Zuerst nur Politik
Später bekommen wir es mit
Die Nachricht des Coronavirus
In der Ferne, weit in der Ferne
breitet er sich glücklich aus
Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen

Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen
Im Radio die Nachricht über Schulen
Diese bleiben sehr lange geschlossen
Menschen müssen zuhause bleiben
und draußen Masken tragen
Freunde sieht man nur noch über FaceTime
Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen

Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen
Selbst in Kirchen wird geschwiegen
Kein Kinderlachen bei schönem Wetter
Spielplätze zu, wo sie einst spielten
Überall Angst, um den Job, um das Leben
Menschen kaufen, was sie nicht brauchen
Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen

Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen
Wir sind traurig, denn der Urlaub fällt aus
Doch in anderen Ländern kämpft man um sein Leben
Erst kämpfte jeder für sich, langsam siegt die Vernunft
und jetzt besiegen wir gemeinsam den Virus
Ich höre Deutschland, meine Augen geschlossen

 

Lara Blandfort - Ich höre meine Schritte

Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.
Ich vertraue meinem Instinkt,
Schnell bewegen sich
Meine Beine auf dem Asphalt.
Ganz weit draußen, ganz alleine
Abends die Sonnenstrahlen zwischen den Wolken.
Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.

Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.
In der Ferne niemand,
Niemand außer dem Wind.
Die großen Sorgen verschwinden,
Das Gefühl ohne Sorgen unvergesslich.
Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.

Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.
Der kühle Wind,
Ganz anders meine Füße auf dem Asphalt.
Niemand sonst
Niemand, ganz alleine.
Ganz alleine zwischen den Wolken.
Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.

Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.
Meine Gedanken in einer anderen Welt.
Meine Beine auf dem Asphalt,
Schneller und schneller ohne Sorgen.
Ich höre meine Schritte, der Wind zieht vorbei.

 

Leon und Oliver Skopnik - Ich erlebe das Phantasialand

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Auf der Brücke nach Klugheim

Vernimmt man es schon,

Es duften die Crêpes und Flammkuchen. Die Taverne lädt ein.

Taron saust an mir vorbei

Mit atemberaubender Geschwindigkeit.

Es gleicht einem Bumerang,

Wenn Raik sich windet. Einmal hin, einmal zurück.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Ein Schlendern durch Alt-Berlin.

Unterhaltsame Straßenkünstler animieren.

Die Faszination der Artisten, die

Im Wintergarten ihre Show vollführen.

Gen Himmel greift man

An den Ketten im Karussell.

Ein herrlicher Geruch aus Lili’s Café

Und nebenan der Waffelbäckerei.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Wuze Town,

Hier bekommt jeder was er will.

Von klein bis groß.

Der Lustige Papagei schwingt fröhlich die Flügel

Hüpfend und quakend geht’s rund auf der Fröhlichen Bienchenjagd.

Ein großes Vergnügen gleich zweimal,

Winja’s Fear nebst Winja’s Force. Gekreische und Glückseligkeit.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Fernost so fern und doch so nah.

Leckerer chinesischer Duft von allen Seiten.

Artisten auch hier

Beeindrucken aus dem Reich der Mitte.

Die Gruselbahn für Jung und Alt.

Geister-Rikscha, mir schaudert’s.

Zum Wohl bei Tag und auch des Nachts

Im Hotel Ling-Bao, ein herrliches Ambiente.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Zu guter Letzt: Man reist durch Afrika.

Hölzerne Masken. Sandige Felsen.

Die Einheimischen

Singend, tanzend, trommelnd.

Unterbrochen nur durch die Black Mamba.

Kopfüber durch den Dschungel.

Ich erlebe das Phantasialand, mit all meinen Sinnen.

Irena Redojevic - Ich höre Beograd

Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.
Zuerst weht ein warmer Wind, das Wasser
Der Sava bewegt sich.
In der Ferne, weit in der Ferne
Pausenlos die Glocken der wunderschönen Klöster.
Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.

Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.
Ich höre die Menschen, die zum Kalemegdan gehen
Die Kerzen im Dom der heiligen Sava werden angezündet
Die Hände eines Kindes berühren die Ikonen.
Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.

Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.
Die Knez Minajiova voller Menschen
Der Park voller Eisverkäufer,
Der Klang serbischer Musik.
Der Geruch von Weihrauch.
Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.

Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.
Im Kopf den Rausch des vergangenen Festes
Sveti Stefan. Die schöne Aussicht mit Blick auf den Fluss.
Das Rasen der Autos.
Ich höre Beograd, meine Augen geschlossen.

 

Marwin Savsek - Ich höre Köln

Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
Zuerst hört man ein Stampfen,
Leicht bewegen sich
die Pfützen auf den Straßen.
In der Ferne weht ein Wind.
Pausenlos das Hupen der Autos.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
 
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
In der Höhe die Spitzen des Doms
auf denen Vögel sitzen.
Die großen Boote laufen in den Hafen,
Das Benzin verbreitet sich im Wasser.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
 
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
Der kühle Wind,
in der drückenden Hitze,
Die Höfe voll Menschen.
Das Geschrei von Kindern;
Im Winterwind der Geruch von Mandeln.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
 
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.
Im Kopf die Lust, etwas zu kaufen.
Hallen voll mit Geschäften,
Der Lärm dort ist unerträglich.
Ich höre Köln, meine Augen geschlossen.

 

Hicham Razzouki - Ich höre Nador

Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.
Der Wind des Meeres weht umher,
Leicht bewegt sich
Der Sand am Boden.
In der Ferne, weit in der Ferne
Pausenlos die Schreie eines Kamelzüchters.
Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.

Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.
In der Höhe die Schreie der Möwen,
die als Familie fliegen.
Die Schafe werden aus dem Laster gehoben,
Der Mann am Steuer lächelt mich an.
Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.

Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.
Der heiße Tag,
Im Dorf das Geschrei der Kinder,
Die Höfe voller Hühner,
Das Krähen der Hähne.
Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.

Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.
Im Kopf den Rausch der vergangenen Feste.
Eine verlassene Villa mit zerfallenen Steinen.
In der Stadt das Ertönen des Gebetsrufes.
Ich höre Nador, meine Augen geschlossen.

 

Mariam Al zu`bi: Ich spüre Beirut

Ich spüre Beirut, mein Herz offen.

Zuerst weht ein angenehmer Wind,

Leicht bewegen sich

Die Blüten an den Ästen.

In der Ferne, weit in der Ferne

Laut die Gebetsrufe der Moscheen.

Ich spüre Beirut, mein Herz offen.

 

Ich spüre Beirut, mein Herz offen.

In der Höhe der Gesang der Vögel,

Die in Scharen gleiten.

Harissa

Gefüllt mit Menschen, die lachen und singen

Nebenan, gleich nebenan

Läuten die Glocken der Kirchen.

Ich spüre Beirut, mein Herz offen.

 

Ich spüre Beirut, mein Herz offen.

Tief unten, ganz tief unten

Die Jeita-Grotte voller Wunder,

Die Kinder voller Freude

Die Gärten voller Schmetterlinge

Im Frühlingswind der Duft von Blüten.

Ich spüre Beirut, mein Herz offen.

Melikşah Uzeirovski: Ich höre Çorum

Ich höre Çorum, meine Augen geschlossen.

Leicht weht ein warmer Wind.

Die riesige Hitze wird erträglicher.

In der Ferne, weit in der Ferne

Pausenlos die Rufe der Simitverkäufer.

Ich höre Çorum, meine Augen geschlossen.

 

Ich höre Çorum meine Augen geschlossen.

Im Canyon, der Schrei eines Adlers,

der über den See fliegt.

Die Bagger graben an den Bergen.

In einem Dorf wird eine Hochzeit gefeiert.

Ich höre Çorum, meine Augen geschlossen.

 

Ich höre Çorum meine Augen geschlossen.

Der große Marktplatz.

Der Uhrenturm zeigt die Zeit an,

sodass die Menschentraube am Platz es sehen kann.

Das Geratter der Autos,

in der Sommerhitze der Geruch von Schweiß.

Ich höre Çorum, meine Augen geschlossen.

 

Ich höre Çorum, meine Augen geschlossen.

Im Kopf noch die Wärme vergangenen Bayrams.

Das riesige Einkaufszentrum mit hunderten Läden.

Das Sausen der Südwinde legt sich.

Ich höre Çorum, meine Augen geschlossen ...


Blick in den Unterricht

Die Klasse 7a hat sich in der Unterrichtseinheit Balladen auf verschiedene Weisen mit dem Thema auseinandergesetzt und dabei auch ein individuelles Balladenbuch erstellt. Auszüge der Ergebnisse sind hier zu sehen.

(Wur)


Schülerarbeiten der Klasse 8c zum Abschluss der Reihe „Großstadtlyrik“ – ein eigenes Stadtgedicht verfassen

#meinWesseling (Hannah & Nilay)

Nahe bei Köln,

nahe bei Brühl,

nahe bei Frechen,

liegt Wesseling - ganz klein.

 

Bei Sonnenschein

fließt der Rhein

ganz schön und fein.

 

Doch auch bei Finsternis

glühen die lichter auf,

wie in einem Blumenmeer.

 

#meinWesseling (Yasmin)

Wesseling, eine Stadt voller Überraschungen.

Alles so klein, aber auch so fein.

Alles so ruhig, aber auch so laut.

Die Industrie schmiedet ihre Wolken.

 

Die Kriminalität, Industrie, die dreckige Luft.

Alles so klein,

alles so stickig.

Die Welt, die dreht sich.

Die Industrie schmiedet ihre Wolken.

 

Die Absturzkinder auf den Straßen,

die dreckige Luft in den Straßen.

Alles so leer, aber auch so voll.

Alles so klein, aber auch so groß.

Die Industrie schmiedet ihre Wolken.

#meinWesseling (Ilayda)

Dreckige Luft, umhüllt von Chemie

und ein Hauch von Heimat,

ein Fremdscham wie nie.

 

Absturzkinder füllen die Straßen,

Alkoholflaschen liegen am Boden,

man sieht die Landschaft langsam verrohen.

 

Dennoch hat jeder seinen Platz.

Es kann schön sein, es kann schlecht sein.

Minuszahlen statt goldener Schatz.

 

#meinWesseling - Dort hat man alles (Nick)

Wesseling ist eine schöne Stadt,

dort läuft alles glatt,

denn diese Stadt,

ist die, in der jeder alles hat.

 

Der Rhein,

das Wasser,

die frische Brise,

und die grüne Wiese,

manchmal fängt es an zu rieseln.

 

In den Läden

stehen Menschenhorden

um zu kaufen und zu verbrauchen.

Manche wollen dort auch rauchen.

 

Wesseling ist eine gute Stadt,

denn es ist die Stadt,

in der man alles hat.

#meinWesseling - Fernab vom Rhein (Luisa)

Fernab vom rhein und doch so nah.

Graue Suppen aus Chemie

versperren uns den Weg.


Zigarettenstummel anstatt hohe Gräser

Goldene Ringe anstatt goldene Felder

Schlägereien anstatt Freundschaft.

 

Und trotzdem bin ich hier.


Doch wenn ich weg bin und dich zurückdenke,

werde ich dankbar sein.


Ich werde nicht an die Industrie denken.

Die kleinen Momente, die dich zum Leben erweckt haben,

ohne sie wärst du ein Kaff.

Doch mit ihnen


Eine Stadt fernab vom Rhein

und doch so nah.

 

#meinWesseling (Arda)

Oh Wesseling, du Ausgeburt der Hölle -

Bist so grau, doch so nah an Kölle.

Hast Industrie, sonst nichts.

Das ist auch der Sinn dieses Gedichts.


Oh Wesseling, trotzdem bist du meine Heimat

Obwohl du so mies bist wie ein Pirat, der kein Bein hat.

Das Beste ist, du liegst am Rhein.

Trotz allem bist du hässlich und klein.


Oh Wesseling, die guten Zeilen widme ich dir,

Du stinkiges, fettes Schnabeltier.

Ich hoffe du besserst dich -

wenn nicht, verlass ich dich trotzdem nicht.


Selin im Kölner Stadtanzeiger