KÄTHE-KOLLWITZ-GYMNASIUM WESSELING

Schülerinnen des Wesselinger KKG erreichen „Jugend forscht“-Preis

08.03.2019

Einen beachtlichen Leistungserfolg konnten die beiden Wesselinger Schülerinnen Glara und Glava Ahmed vom Käthe-Kollwitz-Gymnasiums beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ am 15. Februar verbuchen: Die zwölfjährigen Zwillingsschwestern wurden in der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit einem dritten Platz ausgezeichnet. Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben.

 

Durchgesetzt haben sich die beiden Siebtklässlerinnen unter zahlreichen Mitbewerbern aus allen Schulen des Großraums Köln-Bonn und Umland. Ausgezeichnet wurden sie für die gelungene Herstellung künstlicher Kristalle und weitreichende Untersuchungen zu deren Wachstumsbedingungen.

 

Hinter den Mädchen liegen sieben Monate aufwändiger Arbeit in der „Jugend forscht“-AG des Wesselinger Käthe-Kollwitz-Gymnasiums unter Leitung ihrer Chemielehrer Andreas Simon und Torben Tesse, sowie Seniorexperte Herr Teske.

 

„Ganz zu Anfang haben wir versucht, Kristalle aus normalem Kochsalz herzustellen, erst danach wir es mit Alaunsalzen versucht“, erklärt Glara ihren Durchbruch. Und weiter: „Die verschiedenen Salze werden in destilliertem Wasser erhitzt, dann filtriert und schließlich inkubiert. Unser Ehrgeiz lag aber in der Züchtung mehrfarbiger Kristalle.“

 

Ihre Schwester Glava ergänzt: „Die Zumischung verschiedener Farbstoffe entpuppte sich als Irrweg, da die Kristalle die künstliche Farbe nicht annehmen wollten. Erst als wir die Idee hatten, Alaun mit Chrom-Alaun zu verbinden, zeichnete sich ein Erfolg ab. Das Ergebnis war ein wunderschöner durchsichtiger Kristall mit einem violetten Kern.“

 

Chemielehrer Andreas Simon gibt zu Bedenken: „Dazu muss man wissen, dass das Heranwachsen eines Kristalls bereits mehrere Wochen dauern kann.“ Die jungen Preisträgerinnen nicken: „Wir haben versucht, das Wachstum künstlich zu beschleunigen, aber das führte zu schlechteren Ergebnissen. Je langsamer die Kristalle wuchsen, desto schöner wurden sie. “ Ihre Ergebnisse haben die Schülerinnen sorgfältig in ihrem Laborbuch dokumentiert. „Schließlich sollte unser schönster Kristall ja kein Zufallsprodukt sein.“

 

Für Glara und Glava begann der wichtige Tag ihrer Präsentation vor der Fachjury aus Universitätsprofessoren und Jugendjuroren früh morgens um 7 Uhr in der Aula der Universität Bonn. „Unsere Eltern und unser Lehrer Herr Simon durften bei der Präsentation nicht dabeisein und ablesen durften wir auch nichts. Die Professoren wollten wohl herausfinden, ob wir wirklich unsere eigenen Ideen präsentierten und nicht die eines studierten Chemikers“, erzählt Glara lachend.

 

Die erfolgreiche Teilnahme von Schülerinnen und Schüler des Wesselinger Gymnasiums an den „Jugend forscht“-Wettbewerben hat Tradition. Schulleiterin Petra Meyer-Wolters darf stolz zurückblicken: „Das KKG ist bereits seit vielen Jahren zertifizierte MINT-EC-Schule und fördert die Schülerinnen und Schüler auf Wunsch mit besonderem Schwerpunkt in den naturwissenschaftlichen Disziplinen. Der Erfolg zeichnet sich unter anderem durch regelmäßige Preise in naturwissenschaftlichen Wettbewerben aus.“

 

Etwas schade fanden die Mädchen, dass es nur wenig Zeit gab, sich die Präsentationen der anderen Teilnehmer anzuschauen: „Aber immerhin gab es danach Nudeln für alle in der Mensa.“

 

Für die jungen Preisträgerinnen war es die erste Teilnahme an dem renommierten Wettbewerb. Dabei hat die Arbeit an ihrem zweiten Projekt für 2020 bereits begonnen. „Es wird um ein aktuelles Umweltthema gehen“, rücken die Mädchen heraus. „Mehr dürfen wir aber noch nicht verraten, damit uns andere die Ideen und Ergebnisse nicht klauen…“

Thomas Feldhoff

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